Intersphinktärer Abszess

Große intersphinktäre Abszedierung

Aufsicht auf eine intersphinktäre Abszedierung

Abszess bei 8h SSL

Abszess bei 1h SSL

Abszess bei 8-10h SSL

Die Messung der Ausprägung des Pelvic-Organ-Prolapse erfolgt gewöhnlich mittels der POP-Q Einteilung. Dabei dient das Hymen als ein Bezugspunkt an dem der Grad des Absinkens der Organe abgemessen werden kann. Man unterscheidet dabei zwischen Grad I bis IV.

 

Bei intakten muskulären und ligamentären Gefüge des Beckenbodens findet kein Absinken der einzelnen Organe (Blase, Uterus, Rektum) statt. Selbst bei hoher Belastung kommt es zu keinem Prolaps der Organe in den Introitus. Die Funktion bleibt gewährleistet - es treten keine symptome einer Auslaßstörung (outlet obstruction) auf.

Bei der Enterocele schieben sich meist Darmanteile zwischen das Rektum und den Uterus bzw. Harnblase. Diese können bis zum Beckenboden reichen. Oft lässt sich die Enterocele nur in sitzender Position nachweisen, was die uncharakteristische Symptomatik zusätzlich verschleiert. Eine dynamische Untersuchungstechnik ist hier sehr hilfreich.

Bei der Rektocele kommt es zum Auswölben der ventralen Wand des Rektums und Prolaps in den Introitus. Dadurch kommt es zu Beschwerden wie Druckgefühl, Gefühl der unvollständigen Entleerung, mehrfachen oft frustranen Entleerungen. Das Beschwerdebild korreliert nicht immer mit der Größe der Rektocele.

Bei der Zystocele kommt es zu einem schrittweisem Absinken der Harnblase nach dorsal. Diese kann im Extremfall im Introitus sichtbar liegen. Symptome sind Schmerzen, Harninkontinenz, Fremdkörpergefühl oder auch Entleerungsstörungen.
Eine zuverlässige Diagnose kann mittels Sonographie sehr einfach gestellt werden.